... geht es schief?!

Immer wieder werden wir in den Vorgesprächen gefragt was passiert, wenn es mit dem Tier nicht klappt. Die Antwort darauf ist nicht einfach. Denn wir haben kein Tierheim in Deutschland, in das wir das Tier zurücknehmen können. Wir müssen Pflegestellen finden oder eine andere Lösung, im schlimmsten Fall müsste das Tier nach Spanien zurück - was ein Alptraum für ALLE Beteiligten wäre.

Wir sind daher darauf angewiesen, dass die Adoptanten wirklich alles überlegt, versucht und getan haben, dass ein Zusammenleben mit dem adoptierten Tier funktionieren kann. Dazu gehört im Falle von einem Fehlverhalten des Tieres unabdingbar der regelmäßige, mehrwöchige Besuch einer geeigneten Hundeschule oder die Hinzuziehung eines Hundetrainers.

Und das sich die Adoptanten vorher intensiv mit dem Gedanken, ein Tier aus dem Tierheim zu halten, mit den Mittelmeerkrankheiten und Kosten ausdrücklich auseinandersetzten - sowie in der Familie gemeinsam die Adoption diskutiert und auch gemeinsam entschieden haben.

Man darf nicht aufgeben, wenn nach dem Einzug eines Hundes dieser auch in der vierten Woche noch unter dem Schrank lebt. Man muss die Kraft haben, den nicht leinenführigen Hund konsequent und eventuell auch mit fachlicher Hilfe zu erziehen. "Tapeziert" ein Hund muss man sich fragen, ob man dem Tier auch ausreichend Beschäftigung und Auslauf bietet oder es zuviel alleine lässt. Bellt das Tier beim Alleine bleiben, muss man eine Alternative suchen die dem Tier Sicherheit gibt. Konsequente Erziehung und klare Ansagen sind das A und O im Zusammenleben, auch mit einem Tier.

Die Tiere kennen vielleicht kein Leben in einem Haus, Erziehung haben sie nie erfahren. Die meisten Gründe für die Rückgabe eines Tieres sind: Unterforderung des Tieres, Überforderung des Adoptanten, fehlerhafte & inkonsequente Erziehung, Fehleinschätzung des Verhaltens der schon in der Familie lebenden Tiere und Verhaltensfehler der Adoptanten. Leider gibt es keine allgemeingültigen Tipps, da jedes Tier einen anderen Charakter hat und unterschiedliche Gründe zu seinem (Fehl-)verhalten führen können, auch ein Fehlverhalten des Besitzers kann dazu gehören.

Viele Menschen meinen z.B., da sie in den letzten 20 Jahren einen Hund gehalten haben, seien sie hundeerfahren und schließen fachliche Hilfe durch Hundeschule oder Hundetrainer rigoros aus. Doch diese Einstellung ist falsch, denn es bedeutet, man hat in der Regel vielleicht 2 oder 3 Tiere kennen gelernt und erzogen - Hundeerfahren kann man das wirklich nicht nennen.

Für Ihre Probleme bleiben wir nach der Adoption gerne Ihr Ansprechpartner und geben Tipps, Hilfestellung und vermitteln geeignete Kontakte.

Wenn es wirklich nicht funktioniert, sind wir Ihr Ansprechpartner und wir werden uns bemühen, eine geeignete Pflegestelle für das Tier zu finden. Das ist nicht leicht, das ist vor allem nicht kurzfristig möglich. Je nachdem was der Grund für die Rückgabe ist, wirkt sich dies auch auf die Suche nach einem geeigneten Platz aus und macht die Suche nicht leichter. Daher können wir immer nur nahe legen: eine Adoption eines Tieres aus dem Ausland ist keine leichtfertige, kurzfristige unüberlegte Angelegenheit. Und auch die Rückgabe ist nicht kurzfristig lösbar. Im negativsten Fall kann eine Rückgabe auch eine kostenbelastete Angelegenheit sein. Das Team wird sich bei dem Wunsch und der Notwendigkeit einer Rückgabe bemühen, schnellstens eine Lösung zu finden. Notfalls wird das Tier in einer Tierpension untergebracht - die Kosten für bis zu 4 Wochen müssen dann von den Adoptanten übernommen werden.

Selbstverständlich werden wir uns auch in dieser Zeit immer noch intensiv um eine schnelle Pflegestellen-Lösung bemühen. Der Hund wird wieder in die Vermittlung aufgenommen, um eine neue Familie zu finden, damit eine langfristige Lösung schnell gefunden werden kann. Hierzu benötigen wir dann ausführliche Informationen von Ihnen und auch aktuelle Fotos, um den Hund im Internet mit einer aktuellen Charakterbeschreibung aufnehmen zu können.

Auch wenn die Rückgabe an den Eigenschaften des vermittelten Hundes liegen könnte, oder an möglicherweise zuvor nicht bekannten Krankheiten: die gezahlte Schutzgebühr und auch Auslagen für Tierarzt oder andere Kosten können dem Adoptanten bei einer Rückgabe des Tieres leider nicht zurückerstattet werden. Auch der EU-Tierausweis gehört zu dem Hund und ist mit dem Hund zurückzugeben. Die Besitzrechte hören mit der Rückgabe des Tieres auf. Eine entsprechende Rückgabeerklärung ist vom Adoptanten zu unterzeichnen.

Unsere langjährigen Erfahrungen zeigen aber, dass auch bei anfänglichen Schwierigkeiten eine Lösung und eine Verhaltensänderung schnell abzuändern sind, wenn diese Tipps angenommen werden. Und viele unserer vermittelten Hunde passen aufgrund unserer ausführlichen Vorgespräche und aufgrund der guten Informationen aus Spanien für die Bedürfnisse der Besitzer gut ausgewählt und in 99% der Vermittlungsfälle sind die neuen Besitzer und auch die Tiere sehr, sehr glücklich, sich gefunden zu haben!

Wir tun alles, für ein Happy End!